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Freitag, 5. Juni 2009

Gedanken eines Außenstehenden - Sehnsucht nach Balance

Von Marc Strasser

In Köln und gerade beim FC wird Lokalkolorit groß geschrieben und auch gerne selbstbewußt dem Rest der Republik (Welt) zur Schau gestellt – gut so, sage ich, in Süddeutschland geboren, aufgewachsen und lebend, der die tiefe Verehrung und Zuneigung gegenüber diverser „Kölscher Lichtgestalten“ vielleicht allein aufgrund der räumlichen Distanz nicht immer direkt nachvollziehen kann - und dennoch, eine Verwandtschaft zum hiesigen „Mir san mir“-Gedanken der Bayern läßt sich nicht gänzlich von der Hand weisen und strahlt auch ein gesundes Maß an Identifikation und Glaube an die eigene Stärke aus, was gerade in Krisenzeiten unersetzlich ist und auf jeden Fall viele positive Seiten hat.

Problematisch wird es dann, wenn sogenannte „Rattenfänger“ diese Sehnsucht nach totaler Identifikation pervertieren, um sich die uneingeschränkte Rückendeckung der Menschen mehr durch pure Versprechen, symbolische Sympathiebekundungen und leere Worthülsen, als durch Umsetzung Ihrer Ankündigungen zu sichern versuchen. Zuletzt für viele schmerzlich zu erfahren und vor Augen geführt durch unseren Ex-Trainer, der es bis zuletzt verstand, sein wahres Gesicht hinter nimmermüden Treuebeschwörungen zu verstecken. Auf diesem Hintergrund sind auch die emotionalen und wütenden Reaktionen vieler Fans mehr als verständlich.

Doch dies ist nur die eine Seite der Medaille, auf der anderen stehen wir, die Fans des 1. FC Köln, die sich auch die Frage Gefallen lassen müssen, ob sie sich nicht gerne Sand in die Augen streuen ließen und bereitwillig den verzierten Worten und Gesten des Zampanos blindlings folgten.

Wenn wir diese erneute Enttäuschung jedoch reflektieren, die richtigen Schlüsse ziehen und sie vorteilhaft kanalisieren, bin ich mir sicher, dass der gesamte Verein, das Umfeld und die Fans gestärkt aus dieser Situation hervorgehen werden. Der erste Schritt besteht nun darin, den neuen Trainer vom ersten Tag zu unterstützen, unabhängig davon, ob sich mit dem Namen direkt rauschende Europapokalabende assoziieren lassen oder ob man ihn sich auf einer Karnevalssitzung als Stimmungskanone vorstellen kann. Ich hoffe auf einen Einzug der Sachlichkeit, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit auf allen Entscheidungsebenen des 1. FC Köln. Dass dabei die Balance zu Romantik, Emotion und Leidenschaft nicht verloren geht und weiter elementarer Bestandteil und das Rückgrat des Vereins bleiben, dafür werden wir Fans schon Sorge tragen.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Calli trifft Christoph

Vor dem Spiel gegen Arminia Bielefeld traf Reiner Calmund Christoph Daum zum Gespräch über Karneval, München, Brosinski und den kommenden Gegner. Hier könnt ihr euch sein Interview mit dem Erfolgscoach direkt anschauen. Viel Spaß!



Danke für den Hinweis, @Calmund

Freitag, 7. November 2008

Durchblutung der Hirnwindungen

Am Samstag ist Christoph Daum wieder zu Gast im "aktuellen sportstudio". Sein legendärer Auftritt vor fast 20 Jahren unvergessen, wird morgen ähnliches wohl nicht zu erwarten sein. Denn Jupp Heynckes ist schon längst in Trainerrente, Uli Hoeneß nicht vor Ort. Trotzdem wird bestimmt wieder interessantes zu Stande kommen, auch wenn die Zuschauer im Studio diesmal nicht "Zieht den Bayern die Lederhosen aus" anstimmen werden. Den Clinch von damals gibt's hier im Video. Viel Spaß beim Anschauen. Oder besser: Euch vom Video abzubringen, schafft auch effzeh. nicht.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Christoph Daum, der Feuerwehrmann?

Sie kommen, wenn es brennt, wenn der Klub sich in der Krise befindet: Die Feuerwehrmänner in der Bundesliga. Die Universität Freiburg stellte sogar fest, dass die Klubs oft von einem neuen Übungsleiter profitieren. Dies aber meist nur in den ersten zehn Spielen, wenn die Feuerwehrmänner im Schnitt drei Punkte mehr auf dem Konto haben als ihre Vorgänger. Danach verpufft allerdings häufig die Wirkung des "neuen Besen". Von Christoph Daum weiß man, dass er eigentlich gar nicht diesem Ruf entspricht. Er gilt als Mann mit langfristigen Konzepten, als Meistermacher. Bisher! Denn nach neusten Erkenntnissen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) soll der Messias tatsächlich auch zur Zunft dieser kurzfristigen Wunderheiler gehören, belegt MDR auf Zelluloid. Effzeh. meint: Ein billiger Scharlatan der Mann auf dem Foto rechts!

(Foto: MDR)

Donnerstag, 25. September 2008

Bild spekuliert (mal wieder) über Daum-Abschied

"Wie lange tut sich Daum das noch an?", fragt die Boulevardzeitung in ihrer heutigen Ausgabe, nachdem der "FC Trümmerhaufen" (ebenfalls O-Ton Bild) im DFB-Pokal gegen Mainz ausgeschieden ist. Nun, liebe Journalisten. Anscheinend muss zunächst festgestellt werden, dass der "Trümmerhaufen" zum einen von Christoph Daum selber akribisch zusammengestellt wurde, zum anderen scheint eine Trainer-Debatte zum momentanen Zeitpunkt nach fünf Spieltagen doch sehr an den Haaren herbeigezogen.

Ist es noch gar nicht so lange her, dass das Blatt nach dem Aufstieg bereits Daums Abgang verkündete. "Aufstieg! Party! Rücktritt!", polterte die Bild damals, wie immer, "exklusiv". Was daraus geworden ist, wissen wir nun ja. Daher der Rat von Effzeh.: Lehnt euch zurück, atmet durch und "recherchiert" weiter. Christoph Daum wird noch sehr lange Trainer der Mannschaft bleiben. Aber damit euch nicht die Geschichten ausgehen, könnt ihr ja vielleicht morgen schon wieder über seinen Nachfolger spekulieren.

Dienstag, 16. September 2008

Daum, bitte bleib!

Wie bei Genscher in Prag '89!