Donnerstag, 20. August 2009

Mondragons Wutrede - Volle Breitseite gegen den Kölner Boulevard-Journalismus

Heute sprach Fayrd Mondragon Klartext. User Jeff Jas aus dem FC-Forum übersetze seine Wutrede ins Deutsche. Hier bekommt ihr den kompletten Text. Die ganze Vorgeschichte wird im Blog vom "Spielbeobachter" beschrieben.
"Für mich ist die ganze Situation, die um die zwei Spiele, die wir verloren haben, aufgebaut wurde, und ich entschuldige mich für das was ich sagen werde, aber für mich ist das komplett Scheisse. Es ist unglaublich was ich hier mache. Wir leben unter sehr vielen Heuchlern. Sie sagen nicht die Wahrheit. Ich bin seit drei Jahren hier, und dieses ist das Jahr, in dem wir mehr Disziplin haben, wir haben die beste Atmosphäre seitdem in der Gruppe, und wir haben einen Trainer und einen Co-Trainer, die wir nicht 100% verstehen, wir verstehen sie 200%. Und wir werden komplett von ihnen eingebunden, im gleichen Maße wie sie sprechen und handeln. In den letzten zwei Jahren sind viele Dinge hier passiert, und niemand hatte die Eier, die Wahrheit zu sagen. Und jetzt hat es die Presse. Warum, hattet ihr Angst, vor wem? Vor Herrn Daum oder irgendwas sonst was in unserem Kreis passiert? Warum, weil es jetzt ein höfliches und sehr ruhiges Trainerteam gibt, was keine Show macht oder diese dummen Pressekonferenzen machen und jedes mal die Wahrheit sagen? Jetzt greifen sie das Team an, weil wir in Dortmund und gegen den deutschen Meister in einem fantastischen Spiel für 75 Minuten verloren haben, und am Ende kein Glück hatten? Also, kommt schon, lasst die verdammten Masken fallen und lasst uns über die Wahrheit reden. Es geht nicht darum ob jemand mit einem Aston Martin oder einem Ford kommt. Was sind wir jetzt? SportBild oder Autopresse? Verkaufen wir Autos oder informieren wir die Fans über Fußball? Also, lasst uns auf eine normale Art arbeiten, macht keine Geschichten wo keine sind. Hier ist die höchste Disziplin seit ich in Köln bin. Ernsthafte Arbeit, professionelles Arbeit. Lasst uns die Dinge beim Namen nennen und nicht darüber Geschichten machen ob ich meinen Neffen auf den Platz mitnehme, oder ob Petit und Maniche ihr eigenes Auto fahren, oder Pierre Wome telefoniert, oder Mana ein anderes Auto fährt. Darum geht es nicht. Es geht darum, was wir zeigen, und ich denke wir haben in den ersten zwei Spielen gezeigt, dass wir ein besseres Team haben als letztes Jahr. Wir haben ein viel disziplinierteres Team als letzte Saison, auf und neben dem Feld.

Die andere Sache die ich darüber sagen wollte, ist dass wir unter normalen Bedingungen zwei Spiele spielen, die normalerweise schwierig sind, und die ersten acht, neun Spiele sind schwierig. Dieses Team hat gezeigt, dass wir guten Fußball spielen. Weil das, was wir gegen Wolfsburg gemacht haben, und was jeder in Deutschland, nicht nur in Köln, gesehen hat, ist dass dieses Team großes Potenzial hat. Natürlich haben wir die ersten acht, neun Spiele gegen die Topklubs. Ich finde das gut. Das zeigt uns was wir für ein Potenzial haben. Also, gebt uns ein bisschen Freiraum und lasst uns normal arbeiten. Denn ich verstehe euch Leute nicht, ernsthaft. Ich weiss nicht ob ihr immer noch über den 1.FC Köln berichten wollt, wenn er in Hamburg, in der Allianz Arena oder in Dortmund spielt, oder wollt ihr lieber über den 1.FC Köln berichten wenn er in Oberhausen, oder Koblenz, in der zweiten Liga, oder anderen Plätzen spielt, wo wir vier, fünf, sechs Stunden mit dem Bus hinfahren, und in Stadien gehen, wo ihr nicht den Komfort habt, den Bundesligastadien bieten. Also, wenn der FC Köln absteigt, verliert jeder hier. Nicht nur wir. Aber ihr als Journalisten auch. Was bevorzugt ihr? Ein Journalist einer Bundesligamannschaft zu sein, oder einer Zweitligamannschaft? Darüber müsst ihr nachdenken! Es ist nicht mein Verein, es ist nicht Herr Meiers Verein, es ist nicht der Verein vom Trainer, es ist nicht Lymbos Verein. Es ist der Verein der Stadt. Der 1.FC Köln ist eines der wichtigsten Dinge in dieser Stadt. Ich denke nach dem Dom ist es die wichtigste Sache, die wir in der Stadt haben. Also müssen wir zusammen dafür kämpfen. Es ist kein Krieg, es ist nicht ihr gegen uns. Wir sind alle ein Teil davon. Ihr könnt kritisieren, das ist euer Job, niemand sagt, dass ihr nicht kritisieren dürft. Das ist euer Job und wir verstehen das. Aber erfindet keine Geschichten die es nicht gibt, denn das ist nicht gut für euch, für uns, für die Fans, für niemanden." (Faryd Mondragon)

Kölner Nachwuchs erfolgreich

Am Wochenende besiegte die Kölner U23 den Bonner SC mit 1:0. Auf Seiten des FC kamen auch die beiden U17-Europameister Reinhold Yabo und Bienvenue Basala-Mazana zum Einsatz, die nun regelmäßig mit den Profis trainieren und bereits in die U23 hochgezogen wurden. Im Video seht ihr die Highlights der Partie.



Aufstellung des 1. FC Köln: Müller - Basala-Mazana, Schwellenbach, Cullmann, Salger -
Matuschyk, Bahcecioglu - Yabo (65.Terodde), Temur (86.Niedrig), Vunguidica (46.Bouallal) - Kraus

Tor: 0:1 Kraus (56. Spielminute)

FC siegt, Nova glänzt als Spaßmacher

Ein Bericht von unserem Außenreporter Martin P.

Das spontan organisierte Testspiel des FC gegen die Elf der Vertragslosen Fußballer in der Sportschule Wedau zu Duisburg gewann der Bundesligist durch ein Tor des nigerianischen Stürmers Ishiaku (25.) mit 1:0. Das FC-Team wurde während des Spiels von Co-Trainer Ümit Özat betreut, während Chefcoach Zvonimir Soldo, Co-Trainer Michael Henke und Jugendtrainer Frank Schäfer das Spiel außen stehend in Ruhe beobachteten. Auf Seiten der VdV-Auswahl gab es ein Wiedersehen mit den ehemaligen Kölnern Thomas Cichon, Stefan Wessels und Daniel Chitsulo.

Die Einzelkritik:

Thomas Kessler: Spielte durch und gab die ganze Spieldauer lautstark Anweisungen, war hellwach, konnte allerdings auch zu keinem Zeitpunkt sein Können zeigen.

Christopher Schorch: Spielte durch, fast das gesamte Spiel als Außenverteidiger. Die letzten 11 Minuten nach Teroddes Einwechslung rückte er in die Innenverteidigung, ansonsten gefiel er auf rechts, ist rasend schnell, zeigte hin und wieder eine gute Spieleröffnung. Starker Flankenwechsel auf Brosinski in Halbzeit 1 (Kommentar Ümit: "Butterweich!").

Pedro Geromel: Gewann bis auf ein Foul in Minute 45 jeden Zweikampf. Wie immer erstickte er vieles durch sein gutes Auge im Keim. Gab auch ab und an lautstarke Anweisungen. Für ihn kam zur 2. Halbzeit Michael Niedrig. Geromel verfolgte das Spielgeschehen danach interessiert und hochkonzentriert. Ist wirklich der nette Kerl, als der er immer beschrieben wird. Als es ihm in der prallen Sonne auf der Bank zu warm wurde, stellte er sich zu den Zuschauern in den Schatten. Strahlt auf natürliche Weise viel Ruhe aus. Sehr angenehm im auf fließendem Englisch geführten Dialog. Auf Petit angesprochen verfällt er ins Schwärmen („Ein ganz wichtiger Spieler. Unser mit Abstand bester Läufer!“).

Marvin Matip: Gutes Stellungsspiel. Spielte durch. In Halbzeit 2 war er Kapitän. Dirigiert die Mannschaft lautstark. Schien heute der heimliche Chef auf dem Feld zu sein. Dass ihm dies gut tut, weiß man schon aus U21-Tagen. Nach Schultes Auswechslung (79.) half er in der Schlussphase als Linksverteidiger aus.

Dennis Schulte: Der Linksverteidiger bekam viele Anweisungen von Ümit, da er ab und an noch nicht an die Laufwege gewöhnt war. Spielte aber recht ordentlich und unauffällig. Wurde in der 79. Minute für Nachwuchsstürmer Simon Terodde ausgewechselt.

Lukas Nottbeck: Spielte durch. Fungierte heute als Sechser und hielt Taner Yalcin den Rücken frei. Machte die Räume eng und fing einige Bälle ab. Insgesamt jedoch wenig Ballkontakte. Unauffällig.

Taner Yalcin: Aktivposten. Spielte ebenfalls durch. Bereitete das Tor des Tages durch einen tödlichen Pass in die Tiefe auf Ishiaku mustergültig vor (25.). Suchte außerdem des Öfteren den Abschluss (30./45.). Auch heute zeigte er, dass er ein guter Standardschütze ist.

Daniel Brosinski: Begann auf rechts, wechselte aber nach Ishiakus Tor auf links. Gefährliche Vorstöße, aber heute nicht effektiv genug. Wurde in der 56. Minute für Dominik Schwertel ausgewechselt, der fortan rechts spielte. Auf die Frage nach seiner präferierten Position, antwortete der ehemalige Karlsruher nach dem Spiel ganz entschieden: „Rechts!“ Zudem betonte er, auch gerne während des Spiels zu rochieren und auf den anderen Flügel auszuweichen. Selbiges unterstrich sein Compagnon…

Adil Chihi: Links beginnend, spielte er nach der Führung auf rechts, um nach innen zu ziehen, Pässe in die Tiefe zu spielen und Abschlüsse zu suchen. Dies sollte gegen Ende der 1. Halbzeit auch fast Früchte tragen. Sein sehenswertes Zuspiel in die Tiefe, vergab Novakovic leider freistehend (44.). Eine Minute später versuchte es Adil selber aus gut 20 Metern mit einem schönen Linksschuss und scheiterte nur knapp. Wurde für den agilen und schnellen Dennis Kuczka (54., spielte links) ausgewechselt.

Milivoje Novakovic: Seine große Möglichkeit nach feinem Chihi-Zuspiel (44.) konnte der Kapitän nicht verwerten, als er alleine vor Wessels auftauchte und mit seinem schwächeren linken Fuß abschließen musste. Verständlicherweise präsentierte er sich noch nicht in Bestform, arbeitete aber gut. Zur Halbzeit kam Nachwuchsstürmer Michael Gardawski. Viel wichtiger war aber seine Einschätzung nach dem Spiel: Er geht von einem Auftritt am Samstag aus und ist schmerzfrei. Nova präsentierte sich gut gelaunt, erfüllte freundlich und nett Autogrammwünsche, trat mit den Spezies Brosinski und Geromel gar als Spaßmacher auf. So groß scheint der Trouble also nicht zu sein, über den die Boulevard-Presse spekuliert.

Manasseh Ishiaku: Nach feinem Yalcin-Pass war er der Torschütze des Tages, als er direkt abzog und sicher vollstreckte (25.). Kämpfte gut, behauptete die Bälle, auch gegen mehrere teilweise ruppig agierende, hochmotivierte Verteidiger (u.a. der ehemalige FC-Kapitän Thomas Cichon). Technisch gut. Wurde nach seiner Auswechslung in der 63. Minute (für Thiemo-Jerome Kialka) von Ümit geherzt, beobachtete das weitere Spielgeschehen interessiert und lieferte sich noch zur Belustigung einiger Fans einen hartnäckig geführten Zweikampf mit einer Wespe.

Zu Beginn der zweiten Halbzeitstand stand dann nur noch eine um Matip, Ishiaku und Chihi verstärkte Nachwuchself auf dem Platz. Besonders hervorzuheben war hier vor allem U19-Talent Dennis Kucka, der über links kommend mit seiner Antrittsschnelligkeit auf sich aufmerksam machte. Matip übernahm in der Schlussphase nach Simon Teroddes Einwechslung die Rolle des Linksverteidigers, wodurch Schorch ins Zentrum neben Niedrig rückte und Gardawski hinten rechts verteidigte. Torchancen, die auch schon in Halbzeit 1 Mangelware waren, blieben bis zur Schlussminute aus, als U23-Stürmer Terodde einen Rechtsschuss knapp am langen Pfosten vorbeischob. Letztlich hielt sich die bunt durchgewürfelte, junge FC-Mannschaft gegen die sicherlich unterklassige aber hoch motivierte Arbeitslosentruppe in der Duisburger Nachmittagshitze schadlos ohne zu glänzen.

Stellvertretend für das Spiel in der zweiten Halbzeit soll hier der überspitzt formulierte Kommentar eines Vaters herhalten, der seine umherlaufende 2-jährige Tochter mit folgenden Worten zu bändigen versuchte: "Mäuschen ich schwitz gleich mehr als die Spieler!"

So spielte der FC:
Kessler - Schorch, Geromel (46. Niedrig), Matip, Schulte (79. Terodde) - Nottbeck - Brosinski (56. Schwertel), Yalcin, Chihi (54. Kuczka) - Ishiaku (63. Kialka), Novakovic (46. Gardawski)

Taktik:
------------------------Kessler----------------------
Schorch------Geromel------Matip-------Schulte-
------------------------------Nottbeck-------------
-----------------Yalcin------------------------------
Brosinksi------------------------------------Chihi--
-------------------Nova-------Ishiaku--------------

Mittwoch, 19. August 2009

No risk, no fun - der Vaart?

Ja, in Köln ticken die Uhren anders. Der Aufsteiger holprig in sein zweites Erstligajahr gestartet, jagd die internationale Fußball-Elite. Genauer gesagt, Hollands Nationalspieler Rafael van der Vaart, der bei den Königlichen - Real Madrid - auf's Abstellgleis geraten ist. Zumindest, wenn man Meldungen des Boulevards Glauben schenken darf, in denen Manager Meier mit nahezu philosophischen Ausführungen zitiert wird: "99 Prozent der Menschen erzählen dir, warum etwas nicht geht. Ein Prozent sagt, wie es doch geht. Ich gehöre zu letzteren". "No risk, no fun - der Vaart" also? Nach Durchsicht der ausländischen Medienberichten scheint die Konkurrenz für den FC übermächtig: AC Milan, Aston Villa, Everton, Hamburger SV, Inter Mailand, Liverpool, Manchester City und Tottenham Hotspur sollen interessiert sein.

"Ich möchte selbst entscheiden, wo meine Zukunft liegt"

Van der Vaart soll von seinem momentanen Verein bisher wie Sauerbier bei der Konkurrenz angeboten worden sein, was beim Niederländer auf wenig Gegenliebe stößt. Sämtliche Offerten lehnte er bisher ab, "ich möchte selbst entscheiden, wo meine Zukunft liegt", wird er in den niederländischen Medien zitiert. Mit einem der interessierten Vereine soll bereits eine Einigung bestehen, wird in den spanischen Medien gemutmaßt.

Hoffnung im Fanlager der Kölner bereitet die Tatsache, dass van der Vaarts Frau Sylvie momentan mehrmals die Woche von Madrid aus nach Köln pendelt, wo sie bei einer TV-Produktion mitwirkt. Grund genug, auch für ihren Mann, nach Köln zu wechseln? Wohl kaum. Dass es sich bei seinem neuen Klub um den FC handeln wird, darf stark bezweifelt werden. Auch wenn Manager Meier das Risiko nicht scheut, ist diese Spielerkategorie momentan nicht erreichbar für die Geißböcke.

Zumindest zeigt diese Geschichte, dass die Kölner nun mit ihren Ambitionen gewillt sind, dem Fahrstuhl zwischen den Ligen entgültig zu entsteigen. Auch, wenn der neue Mitspieler im Mittelfeld momentan nicht van der Vaart, sondern eher Streit, Kringe oder Simak heißen wird, kann die nächste Transferperiode gespannt erwartet werden. Solange heißt es noch bis spätestens zum 31. August: No risk, no fun - der Vaart?

Mittwoch, 12. August 2009

Das ist unser Traum...

Mer stonn zo dir, Viva Colonia - klar diese und ähnliche Songs kennt jeder FC-Fan. Auch in letzter Zeit sind einige neue Songs über die wahre Nummer Eins am Rhein entstanden. Nur handelte es sich dabei meist um die x-te Coverversion der bekannten Fußball-Schunkelsongs. Einen echten Ohrwurm - und anscheinend selbst komponierten Hit - landete die Combo "Tinnitus" mit ihrem Song "Die Schale". Mit einem schicken Musikvideo inklusive, möchte effzeh. euch den Song nicht vorenthalten. Viel Spaß beim Mitsingen:

Montag, 10. August 2009

Starke Oldies, lahme Flügel

Keine Punkte in Dortmund, trotzdem gab es auf Seiten des FC Gewinner, natürlich aber auch Verlierer. Eine Analyse.

Gewinner:

Faryd Mondragon: Mit Torhütern verhält es sich anscheinend wie mit dem beliebten Rebsaft: Je älter desto besser. Flatterten in der Sommerpause haufenweise Namen seiner potenziellen Nachfolger durch die Presse, scheint dies den Kolumbianer wenig zu verunsichern. Mit einer stoischen Ruhe brachte er die BVB-Angreifer der Reihe nach zur Verzweiflung. Selbst angeschlagen konnte er im Spiel nur vom eigenen Mann überwunden werden. Kann "Mondi" diese Form konservieren, wird dies bestimmt nicht seine letzte Spielzeit für den FC werden.

Maniche: Er ist nicht fit und er ist zu dick - diesen Satz hört man so, oder so ähnlich, häufig vor dem ersten Spieltag. Eine Berücksichtung des Portugiesen für das BVB-Spiel schien ausgeschlossen. Umso erstaunlicher, welche Leistung Maniche selbst "unfit" abrief. Mit einer brillianten Technik ausgestattet, scheint er das zu haben, was einen kreativen Klassemann im Mittelfeld auszeichnet: Schon bevor er den Ball hat, weiß er auch schon, was er damit nach dem Erhalt anstellen wird. Mit einem tollen Gespür für ein feines Direktspiel wird der FC noch viel Freude am Portugiesen haben. Vorausgesetzt seine Mitspieler werden auch auf seine Ideen eingehen. Wer den "unfitten" Maniche in Dortmund gesehen hat, der mag sich kaum ausmalen können, was ein "fitter" Maniche zu leisten im Stande sein wird.

Verlierer:

Willi Sanou & Adil Chihi: Die Flügel lahmten. Weder Wilfried Sanou noch Adil Chihi konnten sich beim BVB entscheidend in Szene setzen. Kein Fortune im Zweikampf wurden viele Bälle auf den Außenbahnen verloren und so gefährliche Angriffe des Gegner eingeleitet. Zählten beide in der Vorbereitung zu den Gewinnern des Teams, scheint ihr Stammplatz schon nach dem ersten Spiel wieder in Gefahr zu raten. Fabrice Ehret und Sebastian Freis, der in Dortmund Novakovic und Podolski in der Sturmzentrale ersetzen musste, heißen die Alternativen für die Außenbahnen. Zudem bemüht sich der FC um weitere Neuverpflichtungen für das Mittelfeld. Kandidat Yannick Djalo (Sporting Lissabon) kam bei seinem Verein zuletzt über die linke Seite.

Samstag, 8. August 2009

O-Töne des Tages

+++ Podolski enttäuscht über Ausfall +++ Stürmer Lukas Podolski ist enttäuscht über seinen kurzfristigen Ausfall für das Spiel gegen Borussia Dortmund. Auf seiner Homepage sagt er: "Nachdem ich heute beim Training noch einen Test gemacht habe, haben wir entschieden, kein Risiko einzugehen. Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich ausfalle. Das ist bitter, aber es geht weiter. Es werden noch viele wichtige Spiele folgen." Dennoch räumt er dem FC Chancen in Westfalen ein: "Die Borussia hat ein starkes Team, das vor heimischer Kulisse besonders heiß sein wird. Auch durch die Ausfälle von Nova und Geromel wird es sicherlich nicht einfacher für den 1. FC Köln. Aber ich denke, wenn wir gut stehen und kein frühes Tor kassieren, dann ist etwas möglich." +++

+++ Lymberopoulos über Abel +++ Nicht nur die die heimischen Journalisten rufen gerne mal im Ausland an, um die neusten Transfernews zu erfahren, auch der umgekehrte Fall funktioniert ganz gut. Die portugiesische Zeitung "DN Desperto" meldete sich gestern beim FC-Pressesprecher, um Neuigkeiten über den möglichen Wechsel von Sportings Rechtsverteidiger Abel zum FC zu erfahren. "Die Nachricht, dass wir am Spieler interessiert sind, kommentieren wir nicht. Ich kann das weder bestätigen, noch widerspreche ich", wird Lymberopoulos zitiert. Nach Informationen der Zeitung soll Abel durchaus an einem Wechsel zum FC interessiert sein. +++

Freitag, 7. August 2009

Abel & Yannick: Portugiesen im Visier

Nach dem Scheitern der Verpflichtung von Cristian Tanase treibt der FC seine Personalplanungen weiter voran. Im Visier des Geißbockklubs: Zwei Spieler vom portugiesischen Spitzenverein Sporting Lissabon. Mit dem Offensiven Yannick Djaló (23), der im Sturm und auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann, und Rechtsverteidiger Abel (30), sollen die noch offenen Planstellen anscheinend geschlossen werden.

Donnerstag, 6. August 2009

"Transfer wie eine Seifenoper" - Epilog

Es war ein stetiges Auf und Ab in den vergangenen Wochen. Und die Geschichte des Cristian Tanase endete nun ohne ein Happy End für den 1. FC Köln. Steaua Bukarest stellte ihn heute auf seiner Homepage als Neuzugang vor. Das Ende der Seifenoper.

Mittwoch, 5. August 2009

Gratwanderung zwischen Anforderung und Design

Was soll man denn nun davon halten? Wurde das Design des neuen FC-Trikots vor Wochen noch von Medienvertretern und gegnerischen Fans* zerrissen, bekommt es nun höchste Ehren von Deutschlands Modeschöpfern. Die Mediadesign Hochschule, eine der führenden Hochschulen für Medien in Deutschland, wählte die neuen Leibchen auf den zweiten Platz der Bundesligisten hinter Hoffenheim. Es wird festgestellt:
(...) Mit ihren neuen Trikots hat sich die TSG 1899 Hoffenheim knapp gegen den zweitplatzierten 1. FC Köln durchsetzen können. Die Vizemeister aus der Domstadt bekamen Punkte für den Seltenheitswert ihres Trikots durch die Form und Position des weißen Schulterstreifens. "Die Gratwanderung zwischen den Anforderungen an ein sportliches Trikot und Design ist den Kölnern gelungen", konstatiert Antje Osterburg, Vorsitzende der Jury und Hochschullehrerin für Media- und Modedesign an der Mediadesign Hochschule am Standort Berlin. (...)
Und wieder einmal bewiesen: Schönheit liegt im Auge des Betrachters.

* Das Trikot von Eintracht Frankfurt belegte übrigens den letzten Platz.